Gemanagte Dysphorie

Das Aufwachsen, während Sie Ihre Identität verbergen - auch wenn Sie vielleicht selbst noch nicht wissen das Sie Ihre Identität verbergen - wird zu einer Existenz, die auf Bewältigungsmechanismen aufbaut, um die - sich unterbewusst aufbauende - Dysphorie zu lindern. Im Folgenden finden Sie verschiedene Möglichkeiten die (auch nicht selbst eingestandene) Trans-Personen verwenden, um Ihre Dysphorie im Alltäglichen Leben zu lindern:

  • Wenn Sie in einem Videospiel die Möglichkeit haben, Ihr Geschlecht zu wählen, wählen Sie in der Regel nicht das Ihnen zugewiesene Geschlecht. Dies kann mit Ausreden einhergehen, um diese Wahl zu verteidigen. “Es war standardmäßig männlich eingestellt und es war mir egal.” Oder “Ich möchte nicht stundenlang auf den Hintern eines Mannes starren.”
  • Eine Vorliebe für Literatur und Filmen mit Hauptcharakteren Ihres wahren Geschlechts oder mit Charakteren, die gegen Geschlechtsnormen verstoßen (Mulan, Little Women).
  • Konsum pornografischer Inhalte in die Sie sich Geschlechtskonform hineinversetzen können. Zum Beispiel eine Anziehungskraft auf schwul-lesbische Pornos, Brautkink, Transgenderpornos oder Transformationssequenzen.
  • Crossdressing oder Drag.
  • Ausreden finden, um die Haare kurz zu schneiden oder herauszuwachsen (oder Frisörtermine hinauszögern).
  • Rasieren von Körperhaaren bzw. Weigerung die Haare zu rasieren, wie es von Ihrem zugewiesenen Geschlecht normalerweise erwartet wird.
  • Tragen von sehr locker und weiter Kleidung, um die die Form Ihres Körpers zu verbergen. Eindeutig geschlechtsspezifische Kleidungsstücke (z.B. Röcke oder Anzüge) für Ihr zugewiesenes Geschlecht werden verweigert oder nur sehr ungern getragen.
  • Sie Vermeiden soziale Zusammenkünfte, wann immer dies möglich ist, und Sie suchen nach Isolation.
  • Sie Informieren sich intensiv über geschlechtsspezifische Themen (wie das Design von Herren- oder Damenbekleidung) oder Sie verweigern sich solchen Themen komplett in Bezug auf Ihr Geburtsgeschlecht.
  • Obsessives Training (AFABs) um den Körper in die richtige Form zu bringen.
  • Unterstützung von Cis-Partnern beim Einkaufen, um stellvertretend im richtigen Geschlecht einzukaufen.
Nightling Bug 🗝️ @NightlingBug

You're worried that you might be homophobic, even though you believe in gay rights, because "LGBT+ stuff" fills you with a deep discomfort. It all seems so flamboyant and overtly sexual. It makes you want to shrink down and disappear, before you die of secondhand embarrassment.

Nightling Bug 🗝️ @NightlingBug

Later, when you meet real queer people, or your friends come out of the closet, you start to idolize them. But you're also jealous. They're *free* and *real* in a way that seems impossible for straight people, like you. They have huge, *real person* worries and desires and lives.

Weil nicht-geschlechtskonformen Kindern so viel Missbrauch und Abneigung entgegengebracht wird, lernen viele Trans-Personen aus purer Notwendigkeit heraus, Ihre Persönlichkeit zu verbergen. Viele Transgender sprechen von einer Lebensphase, in der sie versuchten, sich auf ihr zugewiesenes Geschlecht einzulassen, Männlichkeit oder Weiblichkeit bis zum Äußersten zu zeigen, um zu versuchen, sich selbst zu „reparieren“. Dies führt zu Unterdrückungstendenzen, die sogar oberflächlich giftig erscheinen können, aber einfach das Ergebnis des Versuchs sind, jeden Teil ihres wahren Selbst zu verbergen. Beispiele hierfür sind:

  • Das wachsen lassen und das akribische Pflegen von Gesichtshaar (der sogenannte „Denial Beard“).
  • Die Meisterung der Make-up-Kunst, um einen möglichst perfekten Femme-Look zu haben.
  • Kleidung und Präsentation extrem männlich oder extrem weiblich.
  • Vermeiden von Gesprächen über Mode oder gespieltes Desinteresse.
  • Sie Dissoziieren, wann immer das Gespräch auf geschlechtsspezifische Themen wie Modegespräche oder geschlechtsspezifische Aktivitäten gelenkt wird.
  • Sie Arbeiten wie ein Besessener (AMABs) und fokussieren sich ganz auf Ihre Kariere.
  • Annahme einer stark stereotypen Geschlechterrolle in einer Beziehung (z.B. die pflichtbewusst bescheidene Hausfrau).
  • Sie heiraten eventuell und haben Kinder - in der Erwartung, dass sie dadurch das „reparieren“ können, was bei Ihnen nicht stimmt.
  • Sie nehmen eine ultra-konservative Haltung gegenüber Geschlecht und Sexualität ein.
  • Sie sind homophob und transphob und nutzen es zur Verteidigung, um jeden Verdacht sofort zu ersticken.
  • Passiv Aggressives Verhalten allem gegenüber was mit Ihrem wahren Geschlecht zusammenhängt.

Flucht- oder mentale Mittel

Zu guter Letzt ist ein weiterer sehr häufiger Bewältigungsmechanismus, Flucht- oder mentale Mittel zu finden, um die eigenen Gefühle zu verdrängen:

  • Intensiv viel Zeit in Hobbys investieren.
  • Sehr viel Zeit beim Arbeiten verbringen.
  • Suchten von TV-Serien, Filmen oder Büchern.
  • Verbringen jeder einzelnen freien Minute in Videospielen oder in sozialen Medien.
  • Den eigenen Wohnraum zwanghaft reinigen.
  • Sehr viel schlafen.